Die Wissenschaft
hinter dem Hype
Vom Labor in den Latte: Warum Kollagen biologisch keinen Schnellweg kennt
Kollagen ist zu einem Zauberwort geworden. Es taucht in Pflegecremes, Proteinshakes und sogar Gummibärchen auf – immer mit demselben Versprechen: „jünger aussehen, straffere Haut, gesündere Gelenke.“ Was einst nur Biochemikern bekannt war, wird heute mit Lifestyle-Vokabular vermarktet. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn hinter der hübschen Verpackung mehr stecken würde als Hoffnung.
Ich arbeite seit zwanzig Jahren in der Molekularbiologie und der Unterschied zwischen plausibel klingend und nachweislich wirksam beschäftigt mich täglich. Das Problem: Kollagen klingt wissenschaftlich sauber, ist aber biochemisch trügerisch einfach.